Opferentschädigung

Leistungen für Opfer von Gewalttaten

Opfer einer Gewalttat im Rollstuhl am TischWer in Deutschland Opfer einer Gewalttat wird hat unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf staatliche Entschädigung. Diese Voraussetzungen sind im Opferentschädigungs-Gesetz (OEG) geregelt. Dessen wichtigstes Ziel ist es, die körperliche und seelische Gesundheit der Betroffenen so weit wie möglich wieder herzustellen und somit die gesellschaftliche und berufliche Teilhabe wieder zu ermöglichen. Die Leistungen nach dem Opferentschädigungs-Gesetz werden nach den Vorschriften des Bundesversorgungsgesetzes gewährt. Der Landschaftsverband Rheinland berät und informiert Opfer von Gewalttaten und ihre Angehörigen.

Zur Information von Opfern von Gewalttaten und ihren Angehörigen ist eine kostenlose Telefonnummer eingerichtet. Wenn Sie diese Nummer von einem Festnetzanschluss in Nordrhein-Westfalen aus anrufen, werden Sie direkt mit einem zuständigen Ansprechpartner verbunden. Sie lautet:

0800-654-654-6

 

-Aktuell-
Opferentschädigungsgesetz: Kreis der Anspruchsberechtigten erweitert

Zum 1.Juli 2009 hat der Deutsche Bundestag das Opferentschädigungsgesetz (OEG) weit reichend geändert:
Ab sofort können Geschädigte - Deutsche und Ausländer, die ihren Wohnsitz dauerhaft in Deutschland haben - auch dann Geldleistungen oder Heilbehandlungen nach dem OEG erhalten, wenn sie im Ausland Opfer einer Gewalttat oder eines terroristischen Anschlages werden. Zudem können künftig auch Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit, die sich nur vorübergehend in Deutschland aufhalten, Ansprüche auf Opferentschädigung geltend machen. Voraussetzung ist, dass sie mit dauerhaft in Deutschland lebenden Personen bis zum dritten Grad (Nichten/Neffen, Tanten/Onkel) verwandt sind.

Den Gesetzestext finden Sie auf der Homepage des Bundesministeriums für Justiz unter Gesetze/ Verordnungen, hier OEG:
http://bundesrecht.juris.de/oeg/

 

 

Schnelle Hilfe in Trauma-Ambulanzen

Nach einer Gewalttat sind Opfer häufig traumatisiert. Sie benötigen dann schnell psychologische Hilfe. Diese Hilfe können Betroffene in sogenannten Trauma-Ambulanzen erhalten. Dies sind Kliniken, die im Umgang mit seelischen Verletzungen besonders kompetent sind. Opfer von Gewalttaten können auf diese Weise umgehend beraten werden und, falls nötig, therapeutisch betreut werden. 
Die Adressen der Trauma-Ambulanzen in Nordrhein-Westfalen finden sie hier (PDF-Datei, 10 KB).   

Voraussetzungen für Leistungen der Opferentschädigung

Opferentschädigung beantragen kann derjenige, der Opfer einer Gewalttat geworden ist – im Sinne des Gesetzes ist damit ein „vorsätzlicher, rechtswidriger, tätlicher Angriff gegen die Person" gemeint. Zuständig ist das Bundesland, in dem die Gewalttat begangen wurde. In Nordrhein-Westfalen sind die Landschaftsverbände seit dem 1. Januar 2008 für diese Leistung zuständig. Im Rheinland ist der Landschaftsverband Rheinland (LVR) die richtige Anlaufstelle. Neben den betroffenen geschädigten Menschen selbst können auch Hinterbliebene, also Witwen und Witwer, Eltern und Kinder, einen Anspruch auf Opferentschädigung haben.

Die Leistung wird abgelehnt, wenn ein Mitverschulden des Opfers vorliegt oder die betroffene Person durch fehlende Mitwirkung die Aufklärung der Straftat behindert. Die gesetzlichen Grundlagen sind geregelt in den Paragraphen 1 bis 10 c der Opferentschädigungsgesetzes (OEG).

Bitte nutzen Sie folgende Anträge:

Antrag auf Gewährung von Beschädigtenversorgung nach dem Opferentschädigungsgesetz (OEG)

Antrag auf Gewährung von Witwen-/Waisenversorgung nach dem Opferentschädigungsgesetz (OEG)

Die Leistungen der Opferentschädigung

Die Leistungen, die Opfer von Gewalttaten bzw. ihre Hinterbliebenen und Angehörigen erhalten können entsprechen denen der Kriegsopferversorgung und Kriegsopferfürsorge. Die Leistungen der Kriegsopferversorgung bestehen im wesentlichen aus Rentenzahlungen, verschiedenen Zulagen sowie Leistungen der Heil- und Krankenbehandlung.

Die Leistungen der Kriegsopferfürsorge kommen im Bedarfsfall ergänzend hinzu. Ausführliche Informationen finden Sie auf der entsprechenden Seite. 

Informationen zur Antragstellung

Für geschädigte Opfer ist es wichtig, den Antrag so früh wie möglich zu stellen. Denn: Wenn zwischen Gewalttat und Antrag mehr als 12 Monate Zeit vergangen sind, wird die Leistung in der Regel erst ab dem Zeitpunkt der Antragstellung gewährt.

Das Bearbeitungsverfahren

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Fachbereichs Soziale Entschädigung beim Landschaftsverband Rheinland klären den Sachverhalt auf, stellen Ermittlungen an, ziehen medizinische Unterlagen hinzu, befragen Zeugen und fordern Gutachten an. Antragstellerinnen und Antragsteller sind verpflichtet, alle erforderlichen Angaben zu machen und, sofern es zumutbar ist, auch an der Aufklärung des Sachverhaltes mitwirken. Sie erhalten dann von uns einen schriftlichen Bescheid.

Quelle:Landschaftsverband Rheinland Die Direktorin des Landschaftsverbandes Rheinland http://www.lvr.de/app/suche/49364c56-e281-4761-8b62-8eea4f226647.asp

                                                                                                                                                                                                      

Dazu nützliche Links:

Weisser Ring e.V.

Deutschland:


zum link:   www.weisser-ring.de

Schweiz:


zum link:      www.weisser-ring.ch 

Österreich:


zum link.      www.weisser-ring.at/
                                                     

Antrag Opferentschädigungsgesetz (OEG):

 zum Ausfüllen:                          Antrag Opferentschädigungsgesetz (OEG) mit Eingabefeldern(PDF, 374 KB) ReadSpeaker

zum Hören und Ausfüllen:    http://docreader.readspeaker.com/docreader/index.php?jsmode=1&cid=brxkg&lang=de_de&url=http://www.soziales.niedersachsen.de/download/794/Antrag_Opferentschaedigungsgesetz_OEG_mit_Eingabefeldern.pdf&referer=http%3A%2F%2Fwww.stotternundmissbrauch.de%2Fopferentschaedigung.html&v=Google%20Inc.

Quelle:Niedersächsisches Landesamt für Soziales, Jugend und Familie